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Teil 2 / Geschlechtsspezifische Körpersprache und die Liebe in früheren Zeiten /  Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 2020jan31

Geschlechtsspezifische Körpersprache und die Liebe in früheren Zeiten

Eine überraschend zugängliche Auskunftgeberin ist die Körpersprache. Sie spricht vielleicht nicht über jedes Thema, aber wenn es um das Verhältnis der Geschlechter geht, wird sie geradezu schwatzhaft. Darstellungen menschlicher Körper als Tonfiguren, Statuen, Zeichnungen und Gemälde geben zuverlässige Informationen über alte Kulturen, sobald das Verständnis dafür geweckt wurde. Und genau das tut Marianne Wex mit ihren Photo-Reihen.

Marianne Wex ist Künstlerin und Photographin. Ihr wirkungsvolles Buch besteht im Kern aus 2037 Photographien. Ich habe sie nicht nachgezählt, die Zahl steht auf dem Einband. "Weibliche" und "männliche" Körpersprache als Folge patriarchalischer Machtverhältnisse, so heißt dieses Werk, das ich als Mann eigentlich nicht hätte erhalten dürfen, aber Anfang der Achtziger Jahre war die Geschlechterkontrolle in einer Berliner Frauen-Galerie zu lasch und als ich endlich doch hinaus gebeten wurde, hatte ich das Buch schon gekauft. Gott sei Dank! Die Analyse der Körpersprache, wie sie bei Marianne Wex gelernt werden kann, ist der vielleicht wichtigste Schlüssel zum Verständnis schriftloser Kulturen. Schon bei vorhandenen Texten ist es schwierig, eine andere Kultur zu verstehen, nicht einmal unsere eigene begreifen wir wirklich. Eine Kultur ohne Text, ohne Erzählung, ohne Schrift halbwegs richtig wahrzunehmen ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Es ist kein Wunder, wenn von den Objektivitätsgläubigen jede Annäherung an die Gefühls-Welten schriftloser Vergangenheiten als unverbindliche Phantasiereise abgetan wird. Und es gibt doch einen Weg! Marianne Wex sei Dank!

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So sitzt mann, so sitzt frau. Auch auf heutigen Photos funktioniert noch die von Marianne Wex in den 70er Jahren analysierte geschlechtsspezifische Körpersprache. Die einzelnen Photos gibt es unter unsplash.com zu den dortigen Regeln. Die Collagen, auch die folgenden vier, wurden von Harald Kuestermann für RoteSchnur.de zusammengestellt und sind verfügbar unter der Lizenz CC-BY-SA (Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen)

Zuerst das Erlebnis

Körpersprache ist auch eine Sprache, aber man muss sie an sich selbst erleben, körperlich, subjektiv, haptisch, nicht nur als Übersetzung ins Verbale. Die eigene Wirklichkeit bekommt ganz schnell eine neue Dimension, wenn man nur mal die Körperhaltung einer auf einem Photo abgebildeten Person so genau wie möglich nachahmt. Es fühlt sich seltsam an. Schon der Versuch den Fußstapfen eines anderen Menschen im Schnee schrittgenau zu folgen, erzeugt komische Gefühle. Das könnte noch eine Selbst-Täuschung sein. Viel genauer wird der Versuch, wenn man ihn durchspielt mit Fußspuren, die in weichem Lehm entstanden sind. Lehm ist ein sehr wichtiges Material. Wie sagte doch eine stolze, schwäbische Eva zu ihrem Adam:

"I ben us am weißa Boi (ich bin aus dem weißen Knochen gemacht),
du endgega us'm Loi, (du dagegen aus dem Lehm)
us'm Ledda, us'm Mischd (aus dem Dreck, aus dem Mist)!
Sag' mir ezd, was besser ischd (sag mir jetzt, was besser ist)!"

Lässt man diese Barfuß-Spuren ein paar Stunden in der Sonne trocknen, bilden sie ein nachfühlbares Gangmuster. Wenn die eigenen Füße genau in die ausgehärteten Formen gesetzt werden, passen sich die Bewegungsabläufe der Füße und Beine an die Vorgabe an. Wie eine intime, fast unanständige Annäherung fühlt es sich an, einige Schritte weit barfuß in solchen Fußspuren eines anderen Menschen zu gehen. Es wirkt, als wäre man in den Körper des Fußstapfenmachers hinein geschlüpft. Die Gangart des Anderen, die einem vor dem Experiment nur von außen, vom Zuschauen her vertraut war, wird spürbar in den eigenen Beinen, im eigenen Rückgrat. Du erkennst die oft gesehene Gangart des Freundes wieder, aber jetzt von innen. Du spürst seinen Charakter als Bewegungsablauf. Seine Art durch's Leben zu gehen, arbeitet sich mit jedem weiteren Schritt durch deine Muskeln und Gelenke nach oben bis in dein Gehirn. Es gibt ein Verstehen jenseits der Sprache. Und dieses Verstehen ist wirklicher als irgendwelche verbal, oder mathematisch, oder statistisch festgemachten Forschungsergebnisse. Die Objektivisten reagieren meistens abwehrend auf solche körperlichen Erfahrungen. Sie mögen's lieber ausgeklügelt. Anstatt den Lehm zwischen den Zehen emporquellen zu lassen, wollen sie die Reduktion auf logisch erscheinende Wortfolgen. Die Wirklichkeit soll kontrollierbar bleiben, also nach strikten Regeln im Kopf stattfinden. Was da das Rückgrat heraufkommt an Gefühlen, ist viel zu unberechenbar, viel zu schlangenartig. Mein Spuren-Nachgeh-Experiment steht nicht bei Marianne Wex, sondern ist nur ein Kinderspiel auf einem lehmigen Feldweg, aber die daraus gewonnene Erkenntnis ist geistesverwandt mit den Photoreihen der genialen Photographin.

Do You Believe in Western World?

Marianne Wex vergleicht Sitzpositionen. Eine Photoreihe mit Dutzenden von Männern, alle sitzen mit breitem Abstand zwischen den Knien und mit nach außen gerichteten Fußspitzen. Dann eine Photoreihe von genauso vielen Frauen, alle halten die Knie relativ eng beieinander und die Fußspitzen entweder leicht nach innen gerichtet oder höchstens parallel. Man kann die Umkehrprobe machen: Setz dich so und dann anders hin und frage das Publikum: Welche der beiden Sitzpositionen ist männlich, welche weiblich? Bei so gut wie allen Angehörigen der westlichen Kultur waren die Antworten über viele Jahre präzise vorhersagbar. Schauen Sie bei den folgenden Photos auf den Knie-Abstand und auf die Richtung der Fußspitzen. Spüren Sie die unserer Kultur eingeprägten Muster von "männlich" und "weiblich".


Sitzhaltungen von Mann und Frau im Vergleich
Sitzhaltungen von Mann und Frau im Vergleich
Sitzhaltungen von Mann und Frau im Vergleich
Sitzhaltungen von Mann und Frau im Vergleich

In weiteren Photoreihen, nicht hier im Web, sondern im Buch von Marianne Wex, folgen die Sitzpositionen mit übereinander geschlagenen Füßen, mit einem vorgestellten Fuß, mit ausgestreckten Beinen, mit übereinander geschlagenen Beinen, mit aufgestützten Armen, mit überkreuzten Armen, mit schräggelegtem Kopf usw.. Marianne Wex vergleicht Beinhaltungen, Armhaltungen, Kopfhaltungen, stehende, liegende und schreitende Positionen, aufrechte und abgeknickte, und und und. Ihr Buch ist ein Katalog und eine Analyse der Körpersprache. Und immer scheint es für die westeuropäisch-nordamerikanische Kultur über mehrere Generation hinweg einleuchtend: Die eine Haltung ist männlich, die andere weiblich. Auch über die Grenzen der damaligen Gesellschaftssysteme hinweg funktionierte diese geschlechtsspezifische Körpersprache. Die Zeichnungen aus Erziehungsbüchern der DDR zeigen die korrekte weibliche Haltung für die Jugendweihe. So gehört es sich sozialistisch wie kapitalistisch, in gleicher Weise nach Geschlechtern geordnet. Die geschlechtsspezifische Körpersprache sitzt tiefer in den Menschen, als die Gesellschafts- und Wirtschafts-Systeme und schon längst wurde sie weltweit exportiert und nachgeahmt auf allen anderen Kontinenten.

Woher kommt die geschlechtsspezifische Körpersprache?

Der mächtige Trugschluss heißt: Wenn das alle so machen, dann ist es normal und dann ist es natürlich und dann muss das so sein. Mit der Normalität ist das aber so eine Sache. Und mit der Natürlichkeit natürlich auch. Nur merkt das natürlich normalerweise niemand. Marianne Wex fängt an, uns vom Trugschluss zu erlösen, in dem sie ihn uns vor Augen führt. Sie führt uns insbesondere vor Augen, dass es zu anderen Zeiten anders war. Solange die anderen Zeiten und Kulturen nicht gesehen werden, sind wir gefangen in unserer Zeit und in unserer Kultur. Deine Augen sehen die Normalität. Du trägst diese Normalität in deinem Körper und meinst noch, das wärest du selbst, es wäre deine eigene Natur. Nur vage und ungern erinnerst du dich an Situationen, als du kritisiert wurdest oder dich selber kritisiertest für deine tölpelhaften Bewegungen, für deine unmännliche Haltung, für deine verweichlichten Gefühle, für deinen Mangel an Selbstbewusstsein. Du bist kein richtiger Junge. Du bist nicht manns genug.

Die Befreiung vom Trugschluss beginnt mit dem Zweifel an sich selbst. Das ist schmerzhaft. Wogegen sollte der Zweifel sich sonst richten? Vom gegebenen Rahmen her wird dein Verhalten bewertet und es gibt keinen anderen Standpunkt, von dem aus bewertet werden könnte. Die Menschen bewegen sich innerhalb des Rahmens, der ihnen vorgegeben wird. Sie halten diesen Rahmen für normal und für natürlich. Lass dich nicht aus dir selbst vertreiben, sagte, ich weiß nicht mehr wer, aber aus welchem Selbst sollen wir uns nicht verteiben lassen? Die Normalität der anderen hat sich so eingefleischt in deinem Körper, dass sie sich als deine eigene ausgibt. Was ist dein Selbst, wenn die eigenen Körpergefühle verfälscht sind?

Marianne Wex zeigt auch Ausnahmen von der Normalität: Einzelne Männer, die "weiblich" sitzen oder stehen, also mit enger Position der Kniee etc., aber sie bemerkt richtig, dass es sich dabei anscheinend um Männer in sozial niedriger Position und mit gebrochenem Selbstbewusstsein handelt. Ein Mann in weiblicher Haltung wirkt irgendwie schwach und unterwürfig. Für alle "richtigen" Männer wird damit die "weibliche" Haltung noch mehr unter Tabu gestellt. Werden Männer aufgefordert, versuchsweise diese weibliche Haltung nachzuahmen, sträuben sie sich dagegen oft mit Aussagen wie: "Das ist doch schwul". Marianne Wex sucht auch Frauen, die breitbeinige, "männliche" Haltungen einnehmen und sie wird fündig in der Bilderwelt der Werbung, aber auf den wiedergegebenen Reklame-Photos sind es meistens sexuelle Anbietposen, in denen Frauen so breitbeinig, so provozierend dasitzen. Das wirkt ebenfalls als Tabu-Verstärker: Nimm als Frau keine männliche Position ein, damit würdest du dich prostituieren. So heißt die unausgesprochene Warnung dieser Werbe-Models.

Historisches Werkzeug

In den Achtzigern und Neunzigern funktionierte die Verteilung der körpersprachlichen Ausdrücke noch sehr zuverlässig und man hätte tatsächlich glauben können, die geschlechtsspezifische Körpersprache sei einfach naturgegeben. Bis hier her bewegen wir uns in zeitgenössischen Feldern, also in unserer Zeit und in unserer Kultur. Richtig interessant wird es, wo Marianne Wex an das Ende mancher Photoreihe eine Statue oder ein Gemälde aus vergangenen Zeiten stellt. Am Ende der breitbeinig sitzenden Männer erscheint - in Stein gemeiselt - eine thronende Figur, ganz männlich in der Haltung, aber auf den zweiten Blick am großem Busen deutlich als Frau zu erkennen. Es ist eine antike Statue der Göttin Hestia. Sie ist eindeutig weiblich, aber sie sitzt in eindeutig männlicher Haltung. Und hinter den x-beinig, eng stehenden Frauen unserer Zeit, steht - genauso eng und ängstlich die Knie aneinander gepresst - Christus bei seiner Verhaftung im Garten Getsemane. Der Erlöser wird sehr "weiblich" dargestellt in dieser und manchen anderen mittelalterlichen Buchmalereien. In früheren Jahrunderten finden sich hochrangige Würdenträger in gänzlich femininer Haltung dahinschmelzend in demütigem Gebet vor Gott. Namhafte Adelsmänner gibt es da in Ritterrüstung, aber mit mädchenhaft seitlich abgeknickter Körperhaltung. Man hätte es nicht bemerkt im Museum, aber Marianne Wex zeigt es uns: Die im zwanzigsten Jahrhundert ach so klaren, so mächtigen, so sicheren Zuordnungen der Körpersprache an die Geschlechter stimmen nicht mehr, sobald wir ein anderes Zeitalter betreten. Die neuzeitlichen Photo-Reihen schärfen den Blick für die Körpersprache in alten Statuen und Gemälden und da ist alles anders. Der Zweifel wendet sich gegen den Rahmen.

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Thronende Männer im 21. Jahrhundert und die um Jahrtausende ältere Hestia genauso selbstbewusst, breitbeinig thronend im Ostgiebel des Parthenon. Photos von links nach rechts: Parker Whitson, Tania Mousinho, Parker Whitson und Marie-Lan Nguyen. Die Photos stammen aus unterschiedlichen Depots, die Collage ist bei Nennung aller Namen verfügbar unter CC-BY-SA.


vermeintlich weibliche Haltungen im historischen Vergleich

Vermeintlich weibliche Haltungen im historischen Vergleich. Das letzte Bild ist erstaunlicherweise keine Frau, sondern zeigt Christus bei seiner Verhaftung in enger, angstvoller Haltung, die Kniee dicht beieinander, die Ellenbogen an den Körper gepresst. Buchmalerei im Book of Kells.


vermeintlich weibliche Haltungen im historischen Vergleich

Eine Reihe von Frauen mit seitlich geknickter Haltung des Oberkörpers. Hier ist das letzte Bild in der Reihe ein hochrangiger Adliger, Konrad von Schaumburg, als Ritter in Rüstung, aber mit schräggestelltem Oberkörper, einer Haltung die erst später für Frauen reserviert sein wird. Es handelt sich um ein bildhauerisches Werk von Tillmann Riemenschneider um 1499 n.Chr. in der Marienkapelle in Würzburg

Mit den Abbildungen von Statuen und Gemälden legt Marianne Wex neben die Gegenwart mehrere andere Zeitalter und es ereignet sich ein Wunder: Die unterschiedlichen körpersprachlichen Bilder bringen einander gegenseitig zum Reden. Was im zwanzigsten Jahrhundert als ehernes Gesetz in der Grammatik dieser besonderen Sprache erschien, hatte in der Antike nicht gegolten, auch nicht im Mittelalter. "Männlich" ist nicht "natürlich" und "weiblich" ist nicht natürlich, sondern beides war zu anderen Zeiten anders. Unsere Körperhaltungen sind nicht von der Natur gegeben, sondern folgen historischen Veränderungen. Auch wenn du etwas ganz sicher und ganz natürlich in deinem Körper zu spüren meinst, stehst du nicht auf dem Urgestein des Menschseins, sondern zwischen dir und der Natur liegen viele Schichten kultureller Prägungen. Diese Schichten sind die Geschichte und sie sind ein Teil von dir. Es gibt dich nicht als reines Naturwesen, sondern du trägst das Bündel deiner Kulturgeschichte mit dir herum, zum Beispiel in deinen Bewegungsmustern. Eingefleischt in deinem Körper liegen die Wünsche, die Ängste, die Erfahrungen und die Verletztheiten früherer Generationen. Das Bindeglied zu den früheren Generationen ist in diesem Falle nicht die DNA, sondern deine Erziehung, deine Vorbilder, deine Nachahmungskraft. Dein Fleisch, deine Muskeln, deine Gelenke sind ein kultureller Gedächtnisspeicher, der vollgestopft wurde mit Erfahrungen der Vergangenheit. Und wenn du diese Geschichte nicht in dein Bewusstsein holen willst, bleibt sie in deinem Fleische stecken. Um deinen Körper zu befreien aus den Befangenheiten der Vergangenheit, musst du Geschichte verstehen lernen. An manchen Stellen verstehe ich dann die Geschichte anders als Marianne Wex dies tut. Sie glaubt viel stärker an die Durchgängigkeit des Patriarchats, wo ich verschiedene Patriarchate und verschiedene Matriarchate sehe. Aber dieses Fass machen wir erst im alten Ägypten auf.

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Das vorherrschende Frauenbild im Mittelalter ist die Maria mit ihrem Kind. Darf sie soviel Dominanz ausstrahlen, als Frau im Patriarchat? Wirkt sie damit nicht zu "männlich", die Muttergottes?

Madonna mit Kind, Paris, Cathédrale Notre-Dame, Portail-Sainte-Anne, Photo Thesupermat, cc-by-sa

Und sie bewegt sich doch! Die Kultur nämlich

Bei meinem Versuch die alten Photo-Reihen aus den 70er-Jahren mit moderneren Photos nachzustellen, hatte ich bei den Männern keine Probleme. Gib auf unsplash.com die Suche "sitting" ein, breitbeinig dasitzende Männer findest du jede Menge. Bei den Frauen-Photos ist es längst nicht mehr so einheitlich. Die Körpersprache der Frauen hat sich in den letzten Jahrzehnten kräftig verändert. Viele Frauen der neuen Generation erlauben sich ein viel breiteres Spektrum körpersprachlicher Ausdrücke. "Let's take back our space" hatte Marianne Wex ihre Geschlechtsgenossinnen aufgefordert. Ihre Botschaft hat Wirkung gezeigt. Auch wenn die meisten nicht einmal den Namen von Marianne Wex kennen, sind ihre Erkenntnisse mächtig. Die westliche Kultur ist eine andere geworden, nur die Männer hinken noch etwas hinterher. Die geschlechtsspezifische Körpersprache ist dabei sich zu ändern.

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"Let's take back our space" war eine Parole von Marianne Wex. Heutige Frauen tun das. Welche Freiheit können Männer gewinnen?


neue Sitzhaltung einer Frau
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Geschlechtsspezifische Körpersprache und das Matriarchat in Ägypten

Die Beobachtungen von Marianne Wex zur geschlechtsspezifischen Körpersprache zeigen, wie diese sich geschichtlich verändert hat. Die bei modernen Menschen üblichen Kennzeichen des Geschlechts in der Sitzhaltung - Männer breitbeinig - Frauen Knie zusammen - fehlen bei alt-ägyptischen Skulpturen völlig. Und dann gibt es da außerdem eine seltsame Art, wie ägyptische Paare am häufigsten dargestellt werden.

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